Was Naschkatzen-Herzen höher schlagen lässt

Die Patissière Stefanie Karl lüftet in verschiedenen Kursen ihre Geheimnisse

Patisserie – das ist die Kunst der Süßspeisen, die Leidenschaft für köstlichen Kuchen, feinste Torten und Gebäck. „Es ist die Begeisterung für Petit-Fours und Pralinen, kurz: Patisserie ist für mich Glück!“, sagt Stefanie Karl. Während ihrer Ausbildung zur Köchin hat die Lengfelderin ihre Liebe für die Feinbäckerei entdeckt. Diese Passion will sie jetzt mit Interessierten in ihrer neuen Kochschule teilen. „Mein Wissen konnte ich in zahlreichen hervorragend ausgezeichneten Häusern stetig steigern. Ich lege besonderen Wert auf das Vermitteln von Regionalität, Saisonalität, Nachhaltigkeit und die Umsetzbarkeit für Zuhause. Denn ein Kochkurs sollte nicht nur Spaß machen, sondern auch etwas an die Hand geben, das man auch in den eigenen vier Wänden gerne und einfach umsetzen kann. Eine tolle Geschenkidee zu Weihnachten sind Gutscheine.“
Ablauf der Kurse: Beginn 10 Uhr / Ende ca. 15-16 Uhr
„Alle Kurse beginnen mit einer kurzen Einführung in das jeweilige Thema, einigen Tipps und Tricks und Informationen, worauf zu achten ist. Danach beginnen wir gemeinsam mit der Zubereitung der ersten Rezepte. Gegen Mittag bereiten wir uns zusammen ein leckeres themenbezogenes Hauptgericht zu und gönnen uns gemeinsam eine kleine Genusspause. Nachmittags widmen wir uns dann den restlichen Rezepten und richten diese zusammen an. Anschließend wird alles in gemütlicher Runde verkostet, und während der Nachbesprechung, können gerne noch offene Fragen gestellt werden.“
Die Chef-Patissière Stefanie Karl bietet ein breites Spektrum:
Es gibt unter anderem Dessert-Kurse (saisonal), Patisserie- und Back-Kurse.
Kochschule Schokofuchs
Hauptstraße 9, 93077 Bad Abbach
Mobil: 0172 9387291
Mehr Informationen auf www.schokofuchs.de

„Aufgrund der aktuellen Coronalage können wir leider derzeit nur geimpfte und genesene Teilnehmer mit einem gültigen Nachweis zulassen. Wir bitten Sie höflichst um Verständnis.“

Warnung vor Betrugsmasche am Telefon

Landkreis Kelheim. Die Polizeiinspektion Kelheim warnt vor falschen Bankangestellten.

Im nördlichen Landkreis Kelheim kommt es seit dem 25.11.2021 gehäuft zu betrügerischen Telefonanrufen durch falsche Bankangestellte, die von ihren Opfern Zugangsdaten zum Onlinebanking ergaunern wollen. Die Telefonbetrüger geben sich dabei als Bankangestellte von lokalen Kreditinstituten aus. Am Telefon wird die Nummer des örtlichen Kreditinstituts angezeigt. Die Betrüger fordern die Geschädigten durch geschickte Gesprächsführung dazu auf, ihnen ihre PIN- oder TAN-Nummer zu nennen. Als Grund hierfür werden zum Beispiel Unstimmigkeiten auf dem Konto angegeben, die überprüft werden müssten, um unberechtigte Geldtransaktionen zu verhindern.

Personen, die diesen Forderungen nachgeben, bringen ihr Bankguthaben in große Gefahr. Die Betrüger verwenden die Zugangsdaten, um Überweisungen vom Konto des Geschädigten zu veranlassen und sich dadurch zu bereichern.

Opfer, die auf die Betrugsmasche hereingefallen sind, sollten umgehend ihr Konto über die zentrale Sperrhotline-Nummer 116 116 sperren lassen und ihre Bank informieren. Ferner sollen sie bei der nächstgelegen Polizeidienststelle Anzeige wegen Betrugs erstatten.

Verkaufsoffener Sonntag in Kelheim

Kelheim. Am 14. November findet der verkaufsoffene Sonntag in Kelheim statt. In der Zeit von 12 bis 17 Uhr öffnen die Einzelhändler an den fünf Einkaufsstandorten (Einkaufszentrum mit Schäfflerstraße, Altstadt, Donaupark, Möbel Gassner und Möbel Brandl) ihre Türen.

Parallel dazu lädt der bunte Warenmarkt mit vielfältigem Angebot auf dem Ludwigsplatz coronakonform zum Schlendern und Bummeln ein. Spielwaren, Socken, Bürsten, Besen und kulinarische Leckerbissen – ein Besuch lohnt sich nicht nur beim Markt, sondern auch bei den Geschäften. Der Ludwigsplatz ist vom König Ludwig I.-Denkmal bis zur Straßenkreuzung für den Verkehr von 8 bis 19 Uhr gesperrt. Weitere Sperrungen sind nicht vorgesehen.

Der Shuttlebus bringt alle Gäste bequem und gratis von einem Einkaufsstandort zum anderen: zwischen 12 und 14 Uhr bzw. 14:30 und 17:30 Uhr im Halbstundentakt (Regensburger Straße, Starenstraße, Schäfflerstraße, Riedenburger Straße, Alleestraße, Wöhrdplatz, Donaupark).

Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass zahlreiche kostenfreie Parkplätze in
Altstadtnähe (Pflegerspitz, Kellerwiese, Aumühle) zur Verfügung stehen. So steht einem stressfreien Bummel nichts mehr im Weg.

Die Stadt Kelheim weist freundlich auf das Tragen der FFP2-Maske, auch unter freiem Himmel, hin.

Bild: Beim Stadtbummel in Kelheim gibt es viel zu entdecken (Foto: Ilona Weiß)

„In der Not standen alle zusammen“

Es waren Schlamm-Massen von bisher ungekannter Wucht, die das kleine Peising am 5. Juni zum bayerischen Unwetter-Hotspot machten – und die den Ortsteil direkt in die überregionalen Fernsehnachrichten katapultierten. Mittags hatte der Himmel alle Schleusen geöffnet, und dann tat der Starkregen sein zerstörerisches Werk.
Fassungslosigkeit und Verzweiflung bei den Anwohnern, vor allem in der Föhren- und Fichtenstraße. Wie schon im Juni 2013 waren sie mit am Schlimmsten betroffen. Überflutete Keller, Möbel, die man am nächsten Tag nur noch in große Müll-Container werfen konnte – wie sich die Bilder gleichen. Nach dem verheerenden Unwetter hatte man vor acht Jahren einen tiefen Graben gezogen und eine Mauer gebaut. Man fühlte sich sicher. Bis zu diesem Tag…
Gemeinderat Andreas Diermeier wohnt in der Föhrenstraße. Er schildert, wie er die dramatischen Stunden erlebte: „Meine Frau war mit den Kindern alleine zu Hause, als es zu regnen begann. Sie beobachtete ständig den Graben hinter unserem Haus und gab mir per WhatsApp und Telefon die Info, dass es wohl kritisch werden wird. Als der Graben dann überlief, rief sie mich an und ich fuhr von Teisnach im Bay. Wald sofort nach Hause. Während der Fahrt verständigte ich alle möglichen Helfer.
Den Wassermassen steht man anfangs hilflos gegenüber. Wir persönlich hatten zwar im Erdgeschoss und Keller das Wasser, aber meine Nachbarn und andere Bewohner im Ort es noch viel schlimmer erwischt als uns. Wir hatten den Vorteil, dass die Vorbesitzerin unseres Hauses viele Hochwasser-Schutzmaßnahmen getroffen hatte (z.B. hat unser Keller hat wasserdichte Fenster und Türen).
Sehr positiv war die enorme Hilfsbereitschaft, auch an den darauffolgenden Tagen. Es waren neben den vielen Einsatzkräfte in unserer Straße eine große Anzahl von privaten Helferinnen und Helfern da. Auch alle Nachbarn haben sich gegenseitig geholfen, wo es nur ging. Die schnellen Entscheidungen und die große Hilfsbereitschaft unseres Bürgermeisters fiel allen Beteiligten positiv auf.“
Abseits der Föhren-/Fichtenstraße erwischte es in Peising Stefanie Müller aus dem Buchenweg extrem schlimm: „Wir wohnen in der Senke, und das Wasser kam von allen Seiten. Es drückte die Glasschiebetür zu unserem Schwimmbad im Untergeschoss ein, und dann stand das Wasser 50 cm über dem normalen Wasserspiegel. Die Technik ist natürlich zerstört.“ Erwischt habe es auch die Heizung und die Pellets-Säcke. „Zwei Tage lang pumpte die Feuerwehr ab.“
Ein „wirkliches tolles Erlebnis“ sei aber die Hilfe von insgesamt 15 Nachbarn gewesen. „Unglaublich, wie das funktioniert hat.“ Dankbar ist sie auch den Bauhofmitarbeitern, die die eingedrückte Schiebetür schnell mit Schallbrettern ersetzten.
Bürgermeister Dr. Benedikt Grünewald: „Es war für mich bedrückend, die Schäden zu sehen, als ich bis spät nachts die diversen Einsatzstellen abgefahren bin. Wir werden nun prüfen, was wir als Gemeinde tun können, um uns gegen solche Unwetter noch besser zu wappnen. Mein großer Dank geht an unsere Feuerwehren und den Bauhof sowie die überörtlichen Feuerwehren und das THW, die fantastische Arbeit geleistet haben. Danke auch allen, die ihren betroffenen Nachbarn geholfen haben. Es freut mich zu sehen, dass wir in der Not alle zusammenstehen!“
Nun holt die Gemeinde Vorschläge von Fachleuten ein, welche konkreten Maßnahmen zu ergreifen sind. Der ABBACHER wird in der August-Ausgabe über den aktuellen Stand berichten. Bettina von Sass